[Rezension] Silberschwingen 1

Titel: Silberschwingen – Erbin des Lichts |

Autorin: Emily Bold |

Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger) |

Seiten: 390 |

Zugehörige Bände: Silberschwingen – Rebellin der Nacht (2) |

Klappentext: Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie: Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster Gefahr. Denn als Halbwesen hätte sie bereits nach ihrer Geburt getötet werden sollen. Als Lucien, der Sohn des mächtigen Clanoberhaupts der Silberschwingen, von ihrer Existenz erfährt, macht er Jagd auf sie. Thorn ist fasziniert von Lucien, denn er ist das schönste Wesen, dem Thorn jemals begegnet ist – und zugleich ihr schlimmster Feind. (Quelle: thienemann-esslinger.de)

Cover: Das Cover mag ich sehr gerne. Nur diesen einen Teil ihrer Haare, der da hinten so hoch geht, der sieht komisch aus, finde ich. Sonst ein sehr schönes Cover.

Inhalt: Einerseits ist das Buch ein ganz klassisches und normales 08/15 Fantasybuch, was ich eher so lala finde, weil das Konzept schon echt ausgelutscht ist, aber andererseits sind mir immer mal unklassische Elemente aufgefallen, was ich wiederum sehr mag.

Zum Beispiel eins der unklassischeren Elemente ist, dass Thorn nicht wie bei z.B. TMI in eine Gesellschaft reingeworfen wird und von ihrer Abstammung her ein richtiger Teil davon sein müsste. Nein, hier ist es so, dass sie in die Gesellschaft hineingeworfen wird, aber trotzdem kein Part davon sein kann eigentlich. Weder von den Menschen noch von den Silberschwingen. Ganz abnormal für Fantasybücher ist es jetzt auch nicht, aber auch nicht ganz 08/15 und das finde ich gut.

Was ich ja generell sehr mag an diesem Buch, sind die Fantasywesen, also die Silberschwingen und die Halbwesen. Ich mag solche Wesen mit Schwingen, also vor allem Engel und so (aber Silberschwingen sind ja keine Engel…). Und in meiner Vorstellung sind die Schwingen von den ganzen Silberschwingen, aber insbesondere diese rotgoldenen, die dann später ins Spiel kommen, so wunderschön!

Ich mag auch noch sehr gerne, dass immer was dazu kommt und nicht alles auf einmal. Also erst Riley und die Shades, dann Lucien und dann schließlich noch die Söhne von Aric. Dieses Detail gehört mit anderen zusammen auch zu den Gründen, warum mich das Buch an einigen Stellen sehr an ACOTAR erinnert…

Schreibstil: Den Schreibstil finde ich gut und fesselnd und er hat mich auch abgeholt. Manchmal war er mir ein bisschen zu abgehoben und gekünstelt.

Charaktere: Thorn ist eigentlich eine ganz coole und tolle Protagonistin. Sie ist oft sehr stark und selbstständig. Zum Teil kann sie auch ein ganz schöner Jammerlappen sein und ich weiß gar nicht genau durch was, aber manchmal fand ich sie etwas nervig.

Lucien kann auch ganz cool sein, wenn er will. Was ich an ihm gut finde, ist, dass er nicht wirklich klar auf einer Seite steht. Ich meine, ja, er ist Kane treu ergeben und führt immer dessen Befehle aus (was ich im Übrigen sehr unsympathisch finde, weil es den Eindruck erweckt, dass er nicht selbst denken kann). Andererseits aber möchte er Riley helfen, hilft Magnus und mag Thorn.

Seine Art finde ich oft aber auch echt nervig, also dieses besitzergreifende und unterwerfende Art – furchtbar. Und seine Grausamkeit finde ich auch absolut unsympathisch. Und seinen Spitznamen für Thorn „kleine Dorne“ puhhh… 😀

Und was ich an beiden Protas wirklich unglaublich nervig finde, ist ihre Wankelmütigkeit! Im einen Moment sagen sie so, dann so, dann noch ganz anders und wie sie handeln, davon möchte ich gar nicht erst anfangen. So unentschieden, bzw. immer wieder umentschieden. Und denken tun sie genau so bekloppt.

Riley und die Shades mag ich sehr gerne! Und Riley hat das, was mit ihm passiert, definitiv nicht verdient! Ich finde es schade, dass die Shades im Endeffekt so wenig in der Geschichte vorkommen, sondern eigentlich immer nur Lucien, Thorn und deren elende Wankelmütigkeit.

Was ich krass finde ist, dass in der Silberschwingen Gesellschaft ungefähr jeder mal mit jedem befreundet war und jetzt nicht mehr ist… also ich meine Kane, Aric, Magnus, Riley, Lucien, Conrad usw.

Fazit: Das Buch ist ein weiteres Fantasybuch, das nach ein und demselben Prinzip geschrieben ist, wie so viele andere. Immer dasselbe. Es ist trotzdem gut und ich werde den zweiten Band wohl auch noch lesen, aber das Prinzip ist halt schon ziemlich ausgelutscht mittlerweile. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne und mal schauen, wann ich an den zweiten Band rankomme…

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