[Rezension] Sternenfinsternis

Titel: Das Herz der Quelle – Sternenfinsternis |

Autorin: Alana Falk |

Verlag: Arena |

Seiten: 437 |

Zugehörige Bände: Das Herz der Quelle – Sternensturm (1) |

Klappentext: Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die Machenschaften des Rates. Immer wieder zwingt sie der Rat, grausame Aufträge auszuführen. Aber Adara und Seth haben keine Wahl, denn niemand darf auch nur vermuten, dass sie eigentlich nur eines wollen: die Schreckensherrschaft des Rates beenden. Doch je mehr sie füreinander empfinden und je näher Adara Seth kommt, desto mehr erfährt sie über ihn und seine Vergangenheit. Und plötzlich muss sie sich fragen, ob ihre Ziele wirklich auch seine sind. (Quelle: arena-verlag.de)

Allgemein: Ich finde es etwas schwer, diese Rezension zu schreiben, weil es ein zweiter Teil ist und ihn automatisch mit dem ersten vergleiche und naja… die Rezis zu zweiten Teilen finde ich eigentlich immer schwer zu schreiben.

Cover: Das Cover von Sternenfinsternis ist ebenfalls wunderschön, wie ja auch schon das des ersten Bandes. Aber ich finde es nicht ganz so schön wie das von Sternensturm. Erstens weil die beiden Personen sich hier nicht zugewandt sind und zweitens einfach weil ich die Farben dieses Covers nicht so gerne mag wie blau.

Inhalt: Das Buch ist in einigen Hinsichten anders als der erste Band. Auch wegen den Charakteren ist es z.B. um einiges kälter und berechnender geworden und nicht mehr so emotional und hitzig wie in Band 1. Das liegt aber ganz stark eben daran, dass Chris hier nicht vorkommt, denke ich.

In Sternenfinsternis gibt es aber trotz allem auch einige WTF-Momente, in denen man mit offenem Mund vor dem Buch sitzt und sich fragt, wie das passieren konnte. Das finde ich echt gut, weil solche unerwarteten Dinge gefallen mir immer sehr gut, wie manche von euch vielleicht schon wissen.

Ich muss sagen, dass ich die ganze Zeit Angst davor hatte, wie das Buch wohl ausgehen würde, weil ich es Alana Falk nach Sternensturm durchaus zutraue, ein gutes Ende oder auch ein schlechtes Ende zu schreiben. Dass dann alles schiefläuft und die ganze Welt untergeht oder so…

Nochmal zum Ende: Das Motiv von Danes finde ich doch sehr 08/15, aber ich finde es klasse, wie ausgeklügelt das Ganze geplant war und von Alana ja auch durchblickt sein musste und alles.

Das Buch und seine verschiedenen geplanten Pläne ist generell sehr komplex und das finde ich echt beachtenswert und bewundernswert, wie die Autorin das alles gemeistert hat.

Jetzt zu den negativen Dingen. Die sind aber nur negativ aufgefallen, weil sie im ersten Band andersherum positiv aufgefallen waren. So wie sie hier sind, sind sie in den meisten solchen Büchern. Aber gerade das fand ich an Sternensturm so klasse, nämlich, dass es in der Hinsicht so ganz anders ist, als die meisten anderen solcher Bücher. Und das ist hier halt nicht mehr so – schade.

So und jetzt zu den eigentlichen Punkten. Erstens finde ich es sehr schade, dass es diese zwei Zeitstränge nicht mehr gibt. Ich meine klar, mit welchen Veränderungen hätte es sie geben sollen? Weil in Sternensturm sind sie ja schon zusammen gelaufen, aber trotzdem… dann hätte das Ganze vielleicht von Anfang an besser durchdacht sein müssen, dass die Stränge erst hier im zweiten Teil zusammen laufen oder so, keine Ahnung.

Zweitens ist Sternenfinsternis nicht mehr so emotional und traurig wie der Vorgänger. Dieses Buch hat es nicht geschafft, mich so zu berühren, es hat es nicht derart in mein Herz und meine Seele geschafft.

Schreibstil: Ich finde es total klasse, dass Seths Sicht in den Schreibstil dazu genommen wurde. Vorher war es ja nur Liliana und Adara und keiner der Typen, also Chris oder Seth, aber jetzt ist es Adara und Seth und dadurch ist man selbst als Leser Seth gegenüber nicht so misstrauisch wie Adara. Das hat es mir persönlich leichter gemacht, Seth zu mögen…

Charaktere: Die beiden Protagonisten sind sehr viel reifer und abgehärteter geworden, als sie es in Sternensturm waren. Einerseits schade, aber andererseits auch gut, weil anders der Plan vermutlich nicht so geplant und ausgeführt hätte werden können, wie es der Fall ist.

Adara ist seit dem ersten Band um einiges kälter geworden. Sie schert sich zwar immer noch sehr um die Menschen, die sie liebt und beobachtet auch die Geschehnisse mit Schrecken, aber irgendwie ist sie trotzdem total kalt geworden… Ist auch irgendwie klar, bei allem, was sie durchgemacht hat. Und immerhin ist sie noch sehr viel emotionaler als Seth.

Seth mag ich einerseits echt gerne und bewundere ihn auch sehr dafür, dass er trotz allem nicht aufgeben hat und nicht aufgibt. Er behauptet zwar, komplett leer und nur noch eine Maschine zu sein, aber ganz ehrlich, das kann ja so nicht sein. Er steht immer noch für seine Ziele ein und hält es so lange mit den Menschen aus, die praktisch sein ganzes Leben zerstört haben… bewundernswert!

Aber andererseits ist er mir auch irgendwie zu undurchsichtig und wechselhaft. Mal etwas emotional, mal wieder total kalt und immer hin und her… puh. Und er geht mir etwas zu sehr über Leichen. Aber ohne das hätte das Ganze vermutlich auch nicht so funktioniert, wie es funktioniert hat… (mehr oder weniger) Als Seth dann allerdings gegen Ende selbst total enttäuscht wird und dann endlich mal seine Emotionen durchlässt, mag ich ihn endgültig gerne. Und am Ende *heul* das mit der Masterquelle…

Danes mochte ich durch das ganze Buch hindurch nicht, ist ja auch kein Wunder, diese Unsympathie kommt ja noch aus Band 1. Aber der Moment, als man dann die hohe rätin plötzlich noch weniger mag… interessant. Aber sie tut mir auch irgendwie voll leid, weil so viele Menschen, die man liebt zu verlieren ist sicher total schmerzhaft.

Fazit: Ich mag das Buch nicht so gerne wie Band 1 aber es ist trotzdem gut. Es ist halt alles in allem kälter und abgehärteter als Sternensturm und durch die fehlenden Besonderheiten… klar… nicht mehr so besonders wie der Vorgänger. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

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