[Rezension] Verdammt nah am Himmel

Autorin: Linda Schipp |

Verlag: Drachenmond Verlag |

Seiten: 370 |

Klappentext: Das Ende seiner Tage muss für Jack perfekt sein. Denn als Jahrgangsbester an der medizinischen Fakultät weiß er genau: Sobald das Gehirn für mehr als zehn Minuten keinen Sauerstoff erhält, erlöschen mit hoher Wahrscheinlichkeit sämtliche Funktionen des Groß- und Kleinhirns sowie des Hirnstamms. Und damit ist alles vorbei. Für immer. Rose glaubt nicht nur von ganzem Herzen, dass nach dem Tod der Himmel wartet – sie weiß es. Genau so sicher weiß sie, dass es kein Zufall ist, als sie dem Jungen mit der Top-Ten-Todesliste begegnet. Als sie erfährt, dass er weder an die Liebe noch an das Leben glaubt, nein, dass er nichts glaubt, was sich nicht beweisen lässt, überredet sie ihn zu einem wissenschaftlichen Experiment… (Quelle: drachenmond.de)

Cover: Das Cover finde ich wunder wunderschön! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Einfach nur unglaublich schön.

Inhalt: Tja, ich weiß nicht so richtig, was ich sagen soll. Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen, die ich nicht so wirklich gut in Worte fassen kann. Ich versuche es mal.

Das Buch ist echt ein krasses und tolles und irgendwie verwirrendes Buch. Ich habe es innerhalb eines halben Tages durchgelesen und konnte es die ganze Zeit nicht aus der Hand legen. Es ist einerseits sehr fesselnd und schön und andererseits auch an manchen Stellen echt witzig. Auch toll finde ich, dass es an vielen Stellen ein bisschen traurig und depri ist, weil man so richtig in Jacks Gefühlswelt reinschauen kann und er ja ist, wie er ist. Allerdings muss ich sagen, dass solche Denkweisen für mich nichts neues sind, ich bin mit einigen Leuten befreundet, die Suizid nicht abgeneigt sind.

Was ich auch eine echt tolle Idee finde, ist das mit dem Himmel. Dass jeder seinen eigenen Himmel hat, dass der Himmel für jeden anders ist. Weil dadurch sind diese Glaubensstreitigkeiten alle unwichtig und relativ.

Über diese ganzen verschiedenen Ebenen habe ich immer noch keinen Überblick, also welche jetzt welche ist und wie die alle zusammenhängen. Und das Ende fand ich einerseits etwas unbefriedigend, aber andererseits auch toll, weil es so geheimnisvoll, offen und nicht so klischeehaft ist.

Schreibstil: Ich mag den Schreibstil sehr gerne. Er ist flüssig, fesselnd, schön und witzig. Und ich finde es toll, dass er so zwischen Jack und Rose switcht.

Charaktere: Ich mag beide Protagonisten sehr gerne. Und ich finde es schön, wie sich beide so weiterentwickeln. Sie sind mir aber beide fast ein bisschen extrem. Bei Jacks Vergangenheit wäre ich vermutlich mindestens so depri wie er, aber trotzdem mag ich seine Stärke an Depriheit irgendwie nicht so. Oder ich glaube, die eigentliche Sache ist die, dass sie etwas aufgesetzt wirkt, zumindest in seinen depristen Phasen.

Rose ist mir ein kleines bisschen zu extrovertiert und optimistisch. Aber andererseits finde ich seine Einstellung auch ziemlich cool, weil sie Jack nie aufgibt, nicht lockerlässt und sich nicht unterkriegen lässt. Und sowohl Rose als auch Jack haben ziemlich krasse Vergangenheiten und sowas hat echt keiner verdient. Aber toll, dass sie trotzdem noch so tolle Menschen sind.

Fazit: Verdammt nah am Himmel ist ein sehr besonderes Buch. Ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt und manche Dinge auch mal aus einer anderen Sicht betrachtet. Und ich hätte große Lust, das mit den Fragen auch mal auszuprobieren, vielleicht ja irgendwann mal. Auf jeden Fall gebe ich dem Buch 4 Sterne.

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