[Rezension] Lord of Shadows

Titel: Die Dunklen Mächte – Lord of Shadows |

Originaltitel: The Dark Artifices – Lord of Shadows |

Autorin: Cassandra Clare |

Verlag: Goldmann |

Seiten: 831 |

Zugehörige Bände: Lady Midnight (1), Queen of Air and Darkness (3) |

Klappentext: Die junge Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn aus der Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian ist Liebe geworden – und nach den Gesetzen der Schattenjäger hat eine Beziehung zwischen zwei Parabatai tödliche Konsequenzen. Um Julian und sich zu schützen, lässt sich Emma daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der fünf Jahre bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nicht wirklich geklärt ist.
Zumal Unruhe herrscht in der Unterwelt. Die Feenwesen mussten sich nach dem Dunklen Krieg harten Bedingungen beugen und begehren auf. Aufgerieben zwischen den Intrigen des Feenkönigs und der unerbittlichen Härte jahrtausendealter Gesetze müssen Emma, Julian und Mark ihre privaten Sorgen vergessen und gemeinsam für all das kämpfen, was sie lieben – bevor es zu spät ist und ein neuer Krieg ausbricht… (Quelle: randomhouse.de)

Cover: Ich finde das Cover einerseits sehr schön, wegen dieser bewegten türkis-blauen Farbe, aber andererseits finde ich es etwas komisch, weil es irgendwie keinen Sinn macht, mit London da an der Seite und dem schwebenden Julian (ich nehme mal an, dass er das ist)… ich meine, es könnte sein, dass Julian im Wasser ist, aber das erklärt immer noch nicht, wieso London da so hängt. Also einerseits schön, aber andererseits seltsam…

Inhalt: Das Buch ist definitiv anders als der erste Teil. Lady Midnight hat ja etwas sehr thrillerartiges an sich, das in Lord of Shadows nicht mehr vorhanden ist. Dadurch ist es wieder charakteristischer für Cassandra Clares Schattenjäger-Bücher. Es ist wieder mehr wie die Bücher der Chroniken der Unterwelt. Es ist wieder mehr so, dass es viele verschiedene Handlungsstränge gibt, die auch nicht zwangsläufig alle zusammen laufen. Es sind halt die Geschehnisse einer ganzen Welt, der Schattenjäger-Welt, die alle irgendwie wichtig sind und alle irgendwie miteinander zu tun haben, aber diesen Zusammehang erkennt man nicht sofort. Alle handeln irgendwie und zum Teil parallel und es ist nicht unbedingt so miteinander abgesprochen, auch wenn es das sein sollte über den Rat, aber ja, die Schattenjäger-Rebellen eben…
Bescheuert erklärt, ich weiß, aber wisst ihr was ich meine? Eben dieses Cassandra Clare charakteristische. Das finde ich toll, weil ich eigentlich keine anderen Bücher kenne, bei denen das in der Form so ist.

Irgendwie kommen in dieser Reihe beachtlich weniger Dämonen vor als in den Chroniken der Unterwelt. Liegt vermutlich unter anderem daran, dass der Dunkle Krieg vorbei ist und alles, aber hier handelt es sich eher um die Dinge, die zwischen den Schattenjägern unter sich und mit den Schattenweltlern, hauptsächlich mit den Feenwesen, passiert. Auch Vampire und Werwölfe kommen gar nicht vor. Einerseits schade, andererseits interessant.

Ich finde es auch hier toll, dass man die altbekannten wieder trifft – Clary, Jace, Alec und Magnus. Aber dass Isabelle und Simon so gar nicht vorkommen finde ich etwas schade. Aber das ist ja auch klar, es geht ja in dieser Reihe im Fokus um Emma und die Blackthorns und das ist auch gut so und toll.

Was ich mich zwischendurch öfter mal gefragt habe, ist, ob der Dunkle Hof in den Chroniken der Unterwelt auch schon so eine große Rolle gespielt hat? Gab’s den da überhaupt schon? Ich erinnere mich da nur an den Lichten Hof und die Elbenkönigin? Aber den Elbenkönig am Dunklen Hof? An den kann ich mich irgendwie gar nicht erinnern… und im Buch wird ja auch von seinen Machenschaften vor einem Jahrhundert geredet, da heißt, chronologisch muss es ihn schon gegeben haben. Ich habe ihn wahrscheinlich nur vergessen.

Ganz kurz mal… Waaaaas?! Was hat Cassandra Clare sich bitte bei diesem Ende gedacht??? Das kann doch nicht sein! Man hat diese Person doch jetzt gerade mal besser kennen gelernt und jetzt das? Und die Person ist auch so in den anderen verankert, sie ist ein so wichtiger Bestandteil des Ganzen und sie ist so freundlich und liebenswürdig… und der arme Dings… ich will nicht spoilern… ihr wisst vielleicht wen ich mit Dings meine… das Gegenstück der Person…
Aber ganz ohne fies sein zu wollen, ich bin froh, dass es nicht das ist was ich befürchtet habe, weil das wäre für mich persönlich noch schlimmer gewesen. Aber trotzdem…!

Und nochmal zum Ende: Wieso ist das so offen? Was passiert denn jetzt? Ich will bitte wissen wie es weiter geht! Seit wann schreibt Cassandra Clare denn offene Enden? 😀

Schreibstil: Der Schreibstil ist genial – Cassandra Clare herself eben. Sie schreibt soo gut, finde ich! Spannend, fesselnd, ironisch, sarkastisch, lustig. Es gibt viele unerwartete Wendungen – genial eben. Was soll man dazu mehr sagen?

Charaktere: Ich finde es echt toll und beachtlich, dass es in Cassandra Clares Büchern so viele verschiedene Personen gibt und keine einzige wiederholt sich. Ich meine, in manchen Büchern gibt es ja dann Charaktere, die irgendwie gleich sind und so. Aber in ihren Büchern ist jeder anders…

Ich mag Emma und Julian beide sehr gerne. Sie sind fast ausnahmslos toll und wow. Aber eben fast. Ich meine, jeder Mensch hat seine Macken, man kann sie mögen oder nicht. Bei Julian beängstigt mich seine Macke manchmal etwas, also dass er wirklich alles tut, um seine Familie zu retten. Alles. Auch Emma ist nicht nur ausnahmslos toll, aber fast immer.

Aber die anderen Blackthorns finde ich ausnahmslos toll! Gut, Mark jetzt nicht, aber ich meine die jüngeren. Ty ist soo toll, finde ich. Er ist so er selbst und so süß ehrlich und verwirrt und auch etwas naiv. Und ich finde es soo toll, wie Livvy immer zu ihm hält und ihn versteht und alles. Und Dru mag ich auch so gerne und Tavvy.

Cristina finde ich ebenfalls toll. Sie ist nett, freundlich, einfühlsam und wie schon im Buch gesagt wird: Es fällt leicht, sie zu lieben.

Auch Kit habe ich echt ins Herz geschlossen, auch wenn er nicht zur Familie Blackthorn gehört. Ich finde es witzig, wie Cassandra Clare es geschafft hat, dass man sich in so kleinen Dingen, wie dieser Szene mit den Reitern, wo er fast besiegt ist, seiner Familienzugehörigkeit bewusst wird, weil er dieser einen Person so ähnelt…

Und dass Arthur durch seine mutige Aktion nicht mehr nur der verrückte Onkel ist, finde ich auch sehr gut. Irgendwie wusste ich immer nicht so ganz, wie es wirklich um ihn steht, aber jetzt habe ich auch eine klarere Vorstellung, weil ja auch mal aus seiner Sicht erzählt wurde.

Ich finde das mit Diana und Gwyn auch toll und irgendwie witzig. Und dass man endlich Dianas Geheimnis erfährt mag ich auch und finde es echt mutig, dass sie es jemandem erzählt, auch wenn es nur eine einzige Person ist.

Und Rafe und Max finde ich sooo süß! Und Magnus und Alec auch, sie sind so süß zusammen… und irgendwie anders geworden, erwachsener, auch wenn beide vorher auch schon erwachsen waren. Vielleicht kommt das auch durch die Verantwortung der Kinder…

Fazit: Wow, das ist eine lange Rezi! Ungefähr die längste, die ich je geschrieben habe. Abschließend ist zu sagen, dass das Buch ein weiteres tolles Schattenjäger-Cassandra-Clare-Buch ist voller Action, mutigen und tollen Menschen, Witz, Sarkasmus und Spannung. Ich gebe diesem Buch 4,5 – 5 Sterne, es ist echt wow!

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