[Rezension] Pfad des Tigers

Titel: Pfad des Tigers – Eine unsterbliche Liebe |

Originaltitel: Tiger’s Quest |

Autorin: Colleen Houck |

Verlag: Heyne |

Seiten: 592 |

Zugehörige Bände: Kuss des Tigers (1), Fluch des Tigers (3), Schwur des Tigers (4) |

Klappentext: Die Liebe führte die junge Kelsey einst nach Indien, wo sie den verwunschenen Tigerprinzen Ren von seinem Fluch befreite. Nun kehrt sie zurück in das Land der Mythen und undurchdringlichen Wälder und trifft dort Rens Bruder wieder. Kishan, vor langer Zeit ebenfalls von einem bösen Magier verzaubert, ist in allem das dunkle Gegenstück zu seinem Bruder. Nur in einem Punkt gleicht er ihm völlig: Kelsey hat es ihm angetan, und er setzt alles daran, ihr Herz zu erobern… (Quelle: randomhouse.de)

Allgemein: Erst mal wieder die Warnung hier davor. Das hier ist ein zweiter Teil und Rezis zu Folgebänden zu schreiben finde ich immer besonders schwer. Also das hier wird vermutlich nicht die beste Rezension, die ich je geschrieben habe.

Cover: Ich mag das Cover dieses Bandes minimal lieber, als das des ersten. Keine Ahnung wieso, aber es ist so…

Inhalt: Ich finde es echt toll, dass der erste Band so nahtlos in den zweiten übergeht. Beide Teile hängen wirklich direkt aneinander und es ist auch keine Zeit dazwischen vergangen oder so.

Das mit Ren am Ende finde ich sooo furchtbar! Und Kelsey tut mir da sooo leid! Aber ich habe schon so meine Theorie, wie das Ganze so kam, wie es eben kam. Und dadurch bin ich auch sehr gespannt, wie es im dritten Teil weiter geht. Renkt sich alles wieder ein oder geht Kelsey einen neuen Weg?

Was ich etwas komisch finde in dem Buch, was mir aber auch schon in Band 1 aufgefallen ist, ist der Umgang mit der goldenen Frucht und dem göttlichen Tuch. Dieses „Bestellen“ mag ich gar nicht. Weil das klingt immer so, als ob diese Dinge irgendwelche stupiden Dienstleister à la Tischlein-deck-dich wären und nicht göttliche Geschenke, was sie ja sind…

Was mir auch hier wieder aufgefallen ist, ist, dass das Buch etwas ganz besonderes ist. Solche Bücher habe ich echt noch nie gelesen. Und dieses ganze Mythen-Ding finde ich sehr interessant. Wie lange die Autorin da wohl gebraucht hat, um all diese Dinge zu recherchieren – echt Respekt!

An manchen Stellen ist mir das Buch etwas zu skurril, also die Dinge, denen sie da begegnen. Z.B. diese riesigen Vögel in dem Weltenbaum oder diese Kürbis-Sache ist auch sehr skurril. Oder auch schon im ersten Band die Kappas und diese Stadt mit den ganzen Affen, die pieksigen Bäume, die Gänge mit den vielen Rens und Kelseys. Diese ganzen Dinge (nur um Beispiele zu nennen) sind ja schon sehr skurril und manche mir halt ein bisschen zu sehr… aber das ist okay.

Schreibstil: Ich finde es toll, dass so viel Indisch – bzw. Hindi, weil Indien ja unglaublich viele Sprachen hat – in den Schreibstil mit eingebaut ist, also dass Kishan und Ren das immer wieder sagen. Dadurch ist das Ganze auch wieder besonderer.

Charaktere: Kelseys Weiterentwicklung mag ich sehr gerne. Sie wird in diesem Buch sehr viel stärker und ist nicht mehr so klein und hilflos, wie in Band eins, sondern tut auch etwas dafür, dass sie helfen kann und mitkämpfen kann und alles. Ansonsten finde ich sie sehr sympathisch und es beachtlich, was sie so alles durchmacht und trotzdem immer wieder aufsteht und nicht aufgibt.

Auch wenn ich es schade finde, dass ab einem bestimmten Punkt Ren so wenig vorkommt – ich meine, eine große Rolle spielt er ja immer noch – , finde ich es andererseits toll, dass man Kishan besser kennen lernt und auch als Leser, genau wie Kelsey, mehr Zeit mit ihm verbringen kann.

Und auch am Anfang, wo Ren noch viel vorkommt, mag ich ihn immer noch sehr gerne. Er ist zwar so ein dauerhaft süßer und irgendwie schnulziger Charakter, aber trotzdem mag ich ihn gerne.

Mr. Kadam mag ich auch noch sehr gerne. Auch wenn ich immer noch gespannt bin, ob einen da bezüglich ihm im nächsten Band nicht doch noch eine Überraschung erwartet. Mal sehen. Und Li finde ich auch ganz sympathisch, auch wenn dieses ganze Gehabe mit Ren echt selten dämlich ist, finde ich…

Fazit: Das Buch ist echt genau so besonders und toll, wie der erste Band Kuss des Tigers. Aber trotzdem ist er halt auch irgendwie ganz anders. Liegt vermutlich daran, dass man im ersten Teil so viel Zeit mit Ren verbringt und hier mehr Zeit mit Kishan. Und diese beiden sind sich ja auch einerseits sehr ähnlich, aber andererseits so verschieden wie Tag und Nacht. Ich gebe dem Buch auch 4 – 4,5 Sterne (4 für das Buch an sich und 4,5 weil es so etwas besonderes ist) und leih mir morgen auch noch den dritten Band Fluch des Tigers aus!

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