Titel: Zodiac Chroniken: House of Destiny – Zeit tötet immer |
Autorin: Marah Woolf |
Verlag: Marah Woolf (Selfpublisher) |
Seiten: 528 |
Zugehörige Bände: House of Eternity (1), House of Verity (3) |
Klappentext: Averie hat versagt, obwohl sie verhindert hat, dass Eternity stirbt. Aber nun beanspruchen die Aionen ihre Welt für sich. Sie werden sie verdunkeln und den Menschen die noch verbliebene Zeit stehlen.
Um das zu verhindern, beschließt Averie, an den Zeitenspielen teilzunehmen, die einmal pro Dekade auf Destiny veranstaltet werden. Sollte sie diese überleben, muss sie allerdings mit einem der dreizehn Brüder gehen – und zwar mit demjenigen, der sie erwählt.
Doch nur so besteht die Chance, die Aionen zu stoppen, selbst wenn sie dafür ihren größten Wunsch aufgeben muss.(Quelle: marahwoolf.com) |
Inhalt: Ich finde das Konzept der Reihe nach wie vor ziemlich cool. Ich finde das mit der Zeit und dem Weltraum und den Sternzeichen irgendwie eine ungewöhnliche und interessante Kombi. Ich kenne es sonst nicht wirklich, dass Sternzeichen in Büchern drin vorkommen – schon gar nicht auf so natürliche und irgendwie sinnvoll wirkende Art.
Diese ganzen Zeitenspiele finde ich interessant. Auf den ersten Blick denkt man, die sind irgendwie ein bisschen ähnlich wie die Hungerspiele, aber dann kommt was ganz anderes dabei raus, als man dachte. Ich finde es auch cool, dass die politischen Themen und die „Unterhaltungsthemen“ (aus Sicht der Aionen) so flüssig miteinander verbunden sind. Ich mag es auch, dass die Aionen alle etwas mehr vorkommen und teilweise auch mehr Tiefe und weniger Unbesiegbarkeit bekommen. Im ersten Band spielte ja eigentlich nur Minas eine Rolle, am Ende dann auch Hyperion und der Rest nur vom Hörensagen.
Die letzten Kapitel fand ich irgendwie seltsam und etwas deplatziert an manchen Stellen. Der Cliffhänger war zum Glück nicht so schlimm wie erwartet – ich fand ihn weniger schlimm als den vom ersten Band – aber die Kapitel davor waren irgendwie komisch. Vor allem das eine war irgendwie so plötzlich, als ob da Zeit vergangen wäre, die aber erzähltechnisch und zeitrechnungstechnisch einfach übersprungen wurde. Keine Ahnung. Mit den Kapiteln habe ich mich unwohl gefühlt.
Schreibstil: Das Buch ist vom Spannungsbogen her interessant aufgebaut. Eigentlich beendet der Anfangsteil des Buches noch die Storyline des ersten Bandes und erst ab so ca. der Hälfte beginnt die eigentliche Storyline des zweiten Bandes. Das führt dazu, dass es nicht diesen krassen Cut gibt, den es normalerweise zwischen Bänden gibt. Ich finde das macht das Buch dauerhaft spannend. Es hat einen Spannungsbogen, aber keinen klassischen und nicht-klassische Dinge catchen mich generell meistens.
Charaktere: Ich mag Averie echt gerne nach wie vor und ihre Freunde auch total – besonders Willow. Ich finde Averies Gedankengänge sehr gut nachvollziehbar und sinnvoll und ihre Handlungen sind meistens nicht so unnötig gefährlich wie die bei anderen Protagonist/innen von Büchern – nur manchmal sind sie dumm und nicht ausreichend durchdacht. Sie ist eben impulsiv, ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich das nicht nachvollziehen könnte. Averies Entscheidung am Ende fand ich irgendwie nervig, weil sie eigentlich eine total kluge, mutige und selbstständige Frau ist und dieses ganze Thema mit den Männern gar nicht bräuchte. Das lässt sie weniger stark und selbstständig dastehen.
Ich mag die Handlungen mit den Aionen ganz gerne, diese Schlagabtausche. Die Aionen selbst mag ich so semi, finde sie aber eigentlich ganz amüsant. Minas habe ich aber irgendwie ins Herz geschlossen, schon im ersten Band. Die Story von ihm hat an einigen Stellen nur so halb Sinn ergeben, das fand ich schade, aber vielleicht erfährt man da ja noch was im dritten Band.
Fazit: Überschneidungen zu Fourth Wing sind mir im zweiten Band gar nicht mehr aufgefallen. Das Buch ist so komplex und vielschichtig, dass es natürlich an ein paar Stellen an verschiedene andere Bücher erinnert, aber es gibt auch einfach so viele Bücher auf der Welt, da ist das wohl kaum zu umgehen. Das Buch hatte sehr viele unerwartete Wendungen und davon bin ich ja ein großer Fan, an ein paar Stellen hat es mich genervt, aber im Großen und Ganzen bin ich total überzeugt und gebe 4,5 Sterne. Der einzige wirklich gravierende Nachteil des Buches ist, dass der dritte Band erst Anfang Mai rauskommt und das einfach viel zu lang hin ist nach dem Ende des zweiten Bands.
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