[Rezension] House of Eternity

Titel: Zodiac Chroniken: House of Eternity – Nichts entkommt der Zeit |

Autorin: Marah Woolf |

Verlag: Marah Woolf (Selfpublisher) |

Seiten: 528 |

Zugehörige Bände: House of Destiny (2), House of Verity (3) |

Klappentext: Die Menschen sind zu verschwenderisch mit ihrer Zeit umgegangen und die Wächter des Chronos haben nicht genug davon in Sicherheit bringen können, um Eternitys Untergang zu verhindern.
Die dreiundzwanzigjährige Averie Aslanidis ist fest entschlossen, ihre Heimat zu retten, und erkämpft sich einen der begehrten Ausbildungsplätze als Sturmjägerin. Doch dann übernimmt ausgerechnet Atticus Maverick das Training der Rekruten. Dieser Mann war ihre erste große Liebe, bis er ihr vor drei Jahren das Herz brach und sie ohne ein Wort verließ. Und obwohl sie sich immer noch zu ihm hingezogen fühlt, wird nun sie ihn verraten und benutzen, denn keine Liebe ist den Verlust der Ewigkeit wert. (Quelle: marahwoolf.com) |

Inhalt: Ich finde das Thema Zeit ein krass interessantes Thema. Von dem, was ich bisher im ersten Band gelesen habe (ich hab gehört, in Band 2 wird das nochmal komplexer), ist das in diesem Buch auch super cool und komplex umgesetzt. So habe ich das in keinem anderen Buch bisher gesehen und ich finde, das Thema Zeit wird ohnehin in relativ wenigen Büchern richtig krass als Hauptthema mit eingebracht.
Das Buch hat ein richtig gutes Worldbuilding und ich stelle es mir sehr komplex vor, die ganzen Planeten zu planen, insbesondere da ja nur wenige Dinge gleich sind mit unserer Welt hier. Von der Storyline her fand ich es auch sehr gut. Es hat mich an einigen Stellen vom Prinzip her an Fourth Wing erinnert und war an ein paar Stellen etwas vorhersehbar, aber insgesamt sehr gut und das krasse Worldbuildung hat das um Längen wettgemacht. Den Cliffhänger am Ende habe ich teilweise kommen sehen, er war sehr gut versteckt angedeutet, sodass man wusste, irgendwas stimmt nicht, aber nicht wirklich, was.

Schreibstil: Geschrieben ist es sehr flüssig, sehr spannend, der Spannungsbogen ist konstant aufrecht erhalten und es gibt eigentlich wenige Stellen, an denen es mal etwas ruhiger ist. Marah Woolf hat da auch eine ordentliche Portion Humor reingeschrieben, ich saß teilweise im Wartezimmer beim Lesen und wurde dann schräg angeschaut, weil ich plötzlich random angefangen habe, zu lachen („Wie kann er es wagen? Am liebsten würde ich ihm das Weinglas an den Kopf werfen, aber Vater antwortet ihm bereits.“).

Charaktere: Ich mag Averie sehr gerne. Sie ist an manchen Stellen etwas klischeehaft, an anderen ist sie aber super eigen und macht so ihr eigenes Ding. Sie hat dieses klassische „ich muss stark sein und darf keine Gefühle zeigen“ Ding, was man oft in solchen Büchern findet (siehe „The Serpent and the Wings of Night“ oder „Fourth Wing“), aber ich finde es passt auch zu ihr. An manchen Stellen ist sie etwas verkrampft und muss sich dauernd selbst etwas beweisen, aber ich finde es schön, dass sie trotzdem irgendwie immer mehr zu sich kommt in der Geschichte.
Ich finde es super cool, dass Averies Freunde in diesem Buch eine so große Rolle spielen. In den meisten Büchern kommen die viel zu kurz, aber hier hat sie eine richtige feste Freundesgruppe, die auch wirklich zu ihr hält und der sie vertraut. Ich mag Willow und Junah wirklich sehr gerne, Rowan würde ich gerne mal eins überbraten, den mag ich aber trotzdem auch. Tristan, Malia und Saint finde ich sehr cool, ich hoffe die kommen nach wie vor vor und verschwinden nicht komplett im Nirvana der vergessenen Charaktere, weil die mag ich fast noch lieber als die aus der Akademie.
Atticus finde ich kinda nervig, aber irgendwie auch cool. Er ist zwar einer dieser Heiß-Kalt-Charaktere, aber auch wenn die beiden das nicht wahr haben wollen, sind doch ihre Gefühlsfronten irgendwie die ganze Zeit klar. Deswegen hat es mir auch nicht so viel ausgemacht wie bei z.B. Xaden oder so vielen anderen.
Minas hat es mir irgendwie angetan, ich bin sehr sehr gespannt was dembezüglich noch passiert, ich habe so meine Vorahnung.

Fazit: Es hat mich zwar an einigen Stellen von Inhalt, Story, Welt und Charakteren an Fourth Wing erinnert und war (insbesondere auch deshalb) immer wieder vorhersehbar, aber es war auch mega cool. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Buch den fiesesten Cliffhänger hat, den ich je erlebt habe. Nicht einmal der von „The Serpent and the Wings of Night“ war so schlimm – und der war auch übel. Ich habe mir direkt den 2. Band bestellt und kann es kaum erwarten, den zu lesen. Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne, weil es super super cool ist und mich echt abgeholt (und am Ende im Regens stehen gelassen) hat und ich Band 2 und die Entwicklungen da kaum erwarten kann.

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