[Rezension] Weck mich auf!

Autorin: Marina Paunovic |

Seiten: 180 |

Klappentext: Wenn dir deine Träume manchmal realer vorkommen, als die Realität selbst, dann machen Albträume deine Nacht zu einem Horrortrip. Für die neunzehnjährige Mila sollte dies eigentlich kein Problem sein, denn als Klarträumerin kann sie steuern, was sie in ihren Träumen erlebt. So entflieht sie ihrem tristen Alltag und streng christlichen Eltern. Nur über diesen einen wiederkehrenden Albtraum hat sie keine Kontrolle. Als Mila dann die falschen Leute kennenlernt und anfängt zu trinken und Drogen zu nehmen, beginnen sich Realität und Traumwelt langsam zu vermischen. (Quelle: absichtlich-leben.de)

Cover: Ich muss ganz ehrlich sagen, das Cover ist nicht so mein Fall. Das Bild darauf an sich finde ich echt schön, aber diesen Stil mit dem Weiß außenrum mag ich nicht soo… dadurch wirkt es irgendwie so wie ein Schulbuch.

Inhalt: Ich finde das Buch erstmal ganz einfach aus dem Grund klasse, dass ich noch nie ein Buch in der Art gelesen habe.

Dieses Buch ist irgendwie ganz besonders und speziell. Das Buch geht ja sehr viel um Drogen und so und ich finde es echt interessant gemacht. Weil in vielen Büchern wird ja nur die schlechte Seite von Drogen beschrieben. Aber hier merkt man auch die „gute“, also die angenehme Seite, an der es wohl meist liegt, dass Menschen überhaupt abhängig von sowas werden. Hier wird das Ganze nicht so verteufelt und das finde ich echt interessant.

Und was ich mich frage ist, wie viele Erfahrungen die Autorin selbst mit Drogen gemacht hat, wenn sie so real über die Erfahrungen von Mila schreiben kann…

Was ich auch noch echt toll an dem Buch finde, ist, dass es kein typisches, normales Friede-Freude-Eierkuchen Ende hat sondern ein anderes Ende. Ich finde andere Enden als das typische Happy End ja immer echt toll. (kurz: nur weil etwas kein typisches Happy End hat, muss es ja nicht gleich ein Sad End haben)

Ich finde es schade, dass einige Dinge, die angeschnitten wurden, dann echt gar nicht weitergeführt wurden, sondern einfach ganz offen stehe gelassen wurden. So z.B. die ganze Sache mit Mike Winter. Da gab es zwar diesen Abschluss damit, aber so die ganze Geschichte hat man eigentlich nie erfahren. Dadurch konnte ich persönlich zu dieser Sache (aber sie ist nur ein Beispiel) keine wirkliche emotionale Bindung aufbauen und dann damit auch nicht viel anfangen, wenn es im Buch vorkam…

Schreibstil: Der Schreibstil ist auch ganz besonders und speziell. Er ist so ein bisschen umgangssprachlic gehalten, was ich an sich schon gerne mag. Dazu kommt jetzt, dass die Protagonistin ziemlich oft auf Drogen ist, was zur Folge hat, dass das natürlich auch auf den Schreibstil Auswirkungen hat.

Ich komme zum Punkt: Ich hatte das ganze Buch über selber ein bisschen das Gefühl, auf Drogen zu sein, einfach weil die im Buch das so oft waren… 😀 das war schon manchmal echt lustig.

Charaktere: Also Mila hat mich manchmal echt ein bisschen genervt, weil sie sich so selber verliert in dem ganzen Dazugehörenwollen. Zwischendurch ist sie eine echt tolle Protagonistin, vor allem wenn sie sich selber ihre eigenen Gedanken macht und es nicht nur um das Dazugehören geht, aber ja…

Ashley mochte ich von Anfang an nicht so. Mit ihrer Art an sich, so manipulativ und etwas hinterlistig und man weiß nie so wirklich, an was man eigentlich ist, gehört sie genau zu der Sorte Mensch, die ich nicht abkann. (Mila aber auch und zwar zu denen, die sich von so Ashleys dann beeinflussen lassen)

Felix mag ich noch weniger als Ashley, keine Ahnung wieso. Erik kam mir am Anfang etwas spanisch vor, aber dann hat sich das etwas gelegt und auch Leon trete ich mit gemischten Gefühlen gegenüber.

Auch etwas schade finde ich, dass Milas Familie gar nicht weiter ausgeführt wird. Man weiß praktisch nichts über sie, außer das mit dem streng Katholischen und dem Konservativen.

Fazit: Es ist ein richtig tolles Buch über Selbstfindung und Selbstverlierung, das echt einzigartig ist. Ich gebe dem Buch 4 Sterne von 5, weil der letzte emotionale Funke zu den 5 Sternen auch bei diesem Buch (wie bei vielen) nicht ganz übergesprungen ist. Er ist so kurz vor der Berührung zu mir hängen geblieben. Millimeter davor. Aber das schaffen wie gesagt nur die wenigsten Bücher bei mir.

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