Titel: Iron Flame – Flammengeküsst 2 |
Originaltitel: Iron Flame (The Empyrean 2) |
Autorin: Rebecca Yarros |
Verlag: dtv |
Seiten: 960 |
Zugehörige Bände: Fourth Wing (1), Onyx Storm (3), weitere Bände|
Klappentext: Violet muss entscheiden, ob sie ans tödliche Basgiath War College zurückkehren will … und inwieweit sie Xaden vertrauen kann.
Alle hatten erwartet, dass Violet Sorrengail während ihres ersten Jahres am Basgiath War College sterben würde – Violet eingeschlossen. Doch sie hat überlebt.
Das richtige Training beginnt erst jetzt und Violet fragt sich, wie sie das überstehen soll. Die Herausforderungen sind zermürbend, extrem brutal und dafür gedacht, die Schmerzgrenze der Reiter ins Unermessliche zu treiben, aber das größte Problem ist der neue Vizekommandeur, der Violet brechen will – es sei denn, sie hintergeht den Mann, den sie liebt.
Auch wenn Violets Körper schwächer und fragiler ist, hat sie immer noch ihren Verstand – und ihren eisernen Willen. Und die wichtigste Lektion, die sie bisher gelernt hat, scheinen alle anderen zu vergessen: Drachenreiter machen ihre eigenen Regeln … (Quelle: dtv.de)
Cover: Ich finde das Cover sehr cool gemacht. Ich finde es schöner als das des ersten Bandes, es hat irgendwie mehr Wums. Vom Farbschnitt muss ich ja wohl nicht anfangen, einfach der Hammer!
Inhalt: Es ist ja der zweite Teil von Fourth Wing und das Prinzip der Drachen finde ich immer noch ziemlich cool. Das auch ist auch richtig großartig umgesetzt, es gibt so unendlich viele kleine, parallel laufende inhaltliche Teile, dass ich gar nicht richtig weiß, wo ich anfangen soll zu schreiben. Und es gibt auch sehr viele kleine und große Plottwists, die ich teilweise zwar vorgeahnt habe, teilweise aber auch gar nicht erwartet habe.
Schreibstil: Aus dem Spannungsbogen bzw. den Spannungsbögen werde ich nicht so richtig schlau. Das Buch ist ja erstmal in zwei Teile aufgeteilt, die meiner Meinung nach von Spannungsbogen und der Story her schon jeweils ein eigenes Buch hätten sein können und dann läuft die Spannung nicht so wie in den meisten anderen Büchern. Es läuft vieles parallel, es passieren immer wieder kleinere Showdowns und nicht ein richtig großer und trotzdem (oder gerade deshalb) ist es durchgehend spannend. Ich finde, mit der Spannung spielt Rebecca Yarros genauso krass wie Carissa Broadbent. Der Schreibstil ist eine interessante Mischung aus mittelalterlicher High-Fantasy-Sprache und neumoderner Sprache, das mag ich.
Charaktere: Ich finde Xaden in diesem Teil die größte Zeit lang nicht mehr so nervig wie im ersten Teil. Am Anfang ja, aber vor allem weil Violet ihm nicht verzeihen konnte. Aber sobald sie ihm verziehen hat, haben die beiden die meiste Zeit wirklich zusammen gearbeitet. Ich mag es auch wie deren Beziehung dargestellt ist – sehr vielschichtig und wirklich so, dass sie daran arbeiten. Die beiden lernen, Beziehung zu führen, wie im echten Leben und das finde ich sehr erfrischend – Xaden hat es sozusagen von einem klischeehaften morally grey character zu einem ebenbürtigen Beziehungspartner geschafft und das ist echt eine Leistung.
Violet finde ich sehr stark. Sie hat eine krasse Entwicklung durchgemacht und ist aber auch insgesamt einfach richtig komplex dargestellt und wirkt auch durch ihre tiefe Innenwelt sehr nahbar und intelligent. Auch Xaden hat eine richtige Entwicklung hingelegt und das mag ich gerne.
Ich finde es sehr cool gemacht, dass in dem Buch Violets Freunde eine so große Rolle spielen. Sie ist fest eingebettet in einen Freundeskreis, was in Büchern dieser Art tendenziell selten ist (nur in der House of Eternity Reihe habe ich das noch so stark wahrgenommen). Ihre Freunde mag ich richtig gerne, sie sind ebenfalls sehr vielschichtig dargestellt und die ganze Gruppe hält einfach zusammen wie Pech und Schwefel.
Von den Drachen will ich gar nicht erst anfangen. Sie sind übertrieben cool, sehr eigensinnig und etwas arrogant. Tairn, Sgaeyl und Andarna sind natürlich meine Lieblinge, aber von den anderen bekommt man ja auch relativ wenig mit, weil Drachen nur mit ihren Reitern reden.
Sogar Cat, Syrena und die anderen Flieger mag ich ziemlich gerne, auch wenn sie am Anfang ziemlich nervig waren. Ich finde es ganz witzig, wie die sich am Anfang gekabbelt haben, auch wenn Cat ein bisschen unmöglich war.
Fazit: Ein klassemäßiger zweiter Teil, den ich sogar noch lieber mag als den ersten. Der dritte ist natürlich sofort bestellt, hoffentlich kommt er bald an. Ich gebe Iron Flame 5 Sterne für seine Spannung, Intensität und Komplexität, es hat mich ziemlich aus den Socken gehauen (die Crowns of Nyaxia Reihe mag ich aber trotzdem noch mehr).
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